ATOMMÜLL
gehört nicht in die Abfalltonne

Es betrifft Dich.
Beim AKW-Abriss landen Tausende Tonnen gering radioaktive Abfälle in der Abfallwirtschaft. Sie werden recycelt, verbrannt und auf normalen Deponien verscharrt. Was den Atomkonzernen billig ist, kommt uns teuer zu stehen.

Billiger Abriss auf Kosten von Mensch und Umwelt? Nein danke.

Zur Atomschutt-Lage:

Die Atomindustrie hat die billigste Methode durchgesetzt, um sich ihrer strahlenden Abrissabfälle zu entledigen: Sie kippt Atomschutt auf Deponien ab, gibt radioaktive Abfälle in die Müllverbrennung und an Recyclingbetriebe. Beim deutschlandweiten AKW-Abriss werden auf diese Weise Hundertausende Tonnen gering radioaktive Stoffe irreversibel in der Umwelt verteilt.

Verursacher- und Vorsorgeprinzip sind abgeschafft: Die Bevölkerung bezahlt den billigen Abriss mit ihrer Gesundheit.


Seit 2016 kämpft unsere Bürgerinitiative am Deponie-Standort Harrislee in Schleswig-Holstein gegen diesen Irrsinn und streitet für eine sichere Lagerung der AKW-Abfälle, die durch den Betrieb der Atomreaktoren mit radioaktiven Stoffen kontaminiert und aktiviert wurden.

 

Dabei sind wir nicht allein: Umweltorganisationen wie der BUND, Ärztevereinigungen wie die IPPNW, Anti-Atom-Initiativen ebenso wie Anwohner*innen und Kommunen in der Umgebung von Bauschutt-Deponien und Müllverbrennungsanlagen (MVA) deutschlandweit protestieren zum Schutz von Mensch und Umwelt gegen den billigen AKW-Abriss. 

Obwohl sich der Konflikt um den Verbleib der schwach radioaktiven Abrissabfälle immer weiter zuspitzt, ignoriert das Bundesumweltministerium das Thema seit Jahren.

 

Im Jahr 2001 hat die damalige Bundesregierung in der Abwägung zwischen Gesundheitsrisiken der Bevölkerung und den Entsorgungskosten der Atomkonzerne entschieden, dass leicht radioaktive Abfälle wie konventioneller Müll behandelt werden dürfen. Diese Entscheidung findet weder Akzeptanz bei den betroffenen Anwohner*innen, noch bei den kommunalpolitischen Vertreter*innen, noch bei den Deponiebetreibern. Umweltverbände und Ärzt*innen beklagen darüber hinaus, dass die Basisdaten für die vorgenommene Risikobewertung veraltet sind - zu Lasten des Gesundheitsschutzes.

 

Statt einen offenen Dialog zu führen und einvernehmliche Lösungen zu suchen, versuchen regierende Politiker*innen auf Landesebene mit aller Macht, die bestehende Gesetzeslage umzusetzen.
 

Politischer Gestaltungswille? Fehlanzeige! Bürgerbeteiligung? Von wegen!

Schleswig-Holsteins grüner Umweltminister Jan Philipp Albrecht geht sogar so weit, radioaktive Abfälle gegen den Willen von Kommunen und Betreibern zwangsweise auf konventionelle Bauschutt-Deponien zu verbringen.

Überall im Land werden Atomkraftwerke mit dem gleichen autoritären und destruktiven politischen Habitus abgerissen, mit dem sie errichtet wurden.

Dekontaminationsversuch radioaktiv verstrahlter AKW-Abriss-Materialien mit Hochdruck-Dampfstrahler

Unterstütze die Online-Petition

Die Online-Petition an den schleswig-holsteinischen Landtag läuft schon bald ab. Es fehlen noch einige Unterschriften bis zum Ziel - ist Deine schon dabei?

Mach Dich stark gegen Atomschutt auf Deponien in Schleswig-Holstein und anderswo. Fordere sichere Lagerungsalternativen für gering radiokative Abfälle. Mit Deiner Unterschrift leistest Du einen wichtigen Beitrag.

Unterschreibe am besten direkt hier. Leite die Petition bitte auch an Deine Kontakte weiter, damit sie die Möglichkeit haben, mitzumachen.

BAESH-Unterschriftensammlung bei einer Veranstaltung des MELUND in Harrislee im Jahr 2016

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